bijî Kurdistan
Karl May hatte sein Dorf kaum verlassen, aber hatte sich sehr gute Reiseberichte angesehen um sein Buch “Durchs wilde Kurdistan” zu schreiben. Was ist Kurdistan eigentlich und warum wurde ich noch nicht weggebombt?
Die Autonome Region Kurdistan ist im Umbruch zwischen einem Bundesland des Irak und einem Souveränen Staat. Es erfüllt an sich alle Kriterien eines Staates und kann sich selber finanzieren. Hier wohnt eine Ethnie, die Kurden. Sie haben mehrere eigene Sprachen bzw, Dialekte und haben ein halbwegs klar definiertes Land. Sie treffen eigene Entscheidungen in der Außenpolitik, habe eigene Visa und eine eigene Armee. Es gibt einen Präsidenten und Minister und eine sehr klare Trennung von Staat und Religion. Alles in allem, eine Gegend in der ich mich wohl fühle. Aber wo sind nun die Bomben? Die sind weiter im Süden gewesen, im Irak. Dort gab es auch den Feldzug der Amerikaner. Doch in Kurdistan war er eben nicht. Hier ist es friedlicher als in Berlin.
Und ich hatte hier einige gute Überraschungen:
Es gibt…
… kaum Staatsschulden
… überall mobiles Internet. Selbst in den Bergen kurz vorm Iran
… kostenlose medizinische Versorgung
… fast keine Steuern
… Frauen und junge Damen die rumlaufen wie in Deutschland
… Eine generelle finanzielle Versorgung aller Studenten
… Subventionierte Häuser und Wohnungen
… Shuttlebusse vom Arbeitgeber
… Essensversorgung durch den Arbeitgeber
… Aber keine Bomben!
Weil das Land so schnell wächst brauch man für alles Mitarbeiter. Es gibt Agenturen, die z.B. von den Philippinen und aus Nepal Leute vermitteln. Dieser erhalten in Erbil ein verhältnismäßig gutes Gehalt und oft auch Kost und Unterkunft. Ein win win Situation.
Die Mentalität der Kurden ist eine sehr spannende Sache: In der jüngeren Geschichte gibt es kaum Rache. Als das jetzige Kurdistan von den Peschmerga eingenommen war, gab es ein paar Saddam-Kasernen, die eingeschossen waren. In einer war ein Schwiegersohn von Saddam. Statt sie auszuhungern oder die Kasernen anzuzünden wurden die Soldaten, nachdem sie kapituliert hatten, mit Lebensmitteln und Medizin versorgt. Sie konnten unter Begleitung in den Orten Besorgungen erledigen und bekamen eine Passage in den Irak. Sowas habe ich noch nie nach einem so schlimmen Krieg gehört.
Man muss hier auch kein Kopftuch tragen, nicht den Koran kennen oder ähnliches. Es ist ein freies Land. jedoch sind die Familien wichtig. Je nach Familie sind die Frauen verschleiert, westlich angezogen oder etwas dazwischen. Man kann aber auch in der Öffentlichkeit Bier trinken, in den Restaurants gibt es fast immer welches und kurze Hosen sind (ausser und er Moschee) völlig ok.
Sicherheitslage in Kurdistan
Wie ist die Lage hier? In Erbil fühle ich mich sicherer als in Berlin-Mitte. Alleine schon, weil mir hier noch kein komischer oder gefährlich wirkender Mensch unter gekommen ist. Ich habe keine Leute gehabt, die mir irgendwas andrehen wollten oder dir auf mich einen gefährdenden Eindruck gemacht haben. Ich kann mich komplett frei bewegen. Ich brauche keinen Schutzhelm, keine Schusssichere Weste und keine Waffen. Auch keine Personenschützer oder gesicherten Fahrzeuge. Es ist alles in Ordnung und die Sonne scheint. Im Gegensatz zu Berlin: U-bahn-schläger, Autos brennen, usw.
Auch Richtung Norden und Westen sieht es gut aus. Rawaduz und Sulaymaniyya Richtung Iran sind kein Problem. Auch die Wege dahin sind sicher. Die Straßen sind relativ neu und gut zu befahren. Nur Mosul und Kirkuk gehören zu den ungemütlicheren Gegenden direkt an der irakischen Grenze.
Montag, 26.09.2011
Nachdem ich um zwei Uhr morgends endlich meinen Vortrag fertig hatte ging es ins Bett. Da mein Flug ab München ging musste ich zunächst von Berlin aus dort rüber. Auto viel wegen unpraktischkeit aus, in den Zug wollte ich mich aber auch nicht für über sieben Stunden setzen. Also Flog ich ab Tegel fix rüber. Davor fiel mir auf, dass ich noch einen Koffer brauchte, eine Sonnenbrille, Sonnencreme und ein paar Hemden. Zwischen aufstehen und boarding algen vier Stunden, sollte also gehen. Mit dem Bus ging es 18 Minuten zum Flughafen. Auf der Strecke sollte es Staus geben also fuhr ich ausnahmsweise mal sehr früh zum Flughafen und war eine gute Stunde vor Boarding da, was dazu führte, dass ich fast eine Stunde rumsatnd. Nächste Mal also wieder anders. In München lief alles gut. Mein Koffer (den ich kaum erkannte) kam als dritter vom Band und ich hatte vorm Boarden der nächsten Maschine genug Zeit zu Frühstücken. Das war mir bisher entgangen. Beim Checkin Traf ich dann auf den ersten Teil meiner Reisegruppe, nämlich der Band Fertig, Los! sowie ihrem Kamerateam. Allesamt nette Leute mit denen man die Zeit bis zum Abflug gut verbringen konnte. Nach dem Obligatorischen Zollbesuch inklusive komplettem Abtastenund Sprengstofftest galt es wieder eine Weile in der Gagand rum zu sitzen. Erst im Bus zum Flugzeug trafen wir auf weitere Teilnehmer, wie die Alpenbläser und ein Sänger-Duoette. So Enge Busse sind immer gut um Kontakte zu knüpfen. Dort lernte ich einen Iraker kennen, der für die Diakonie in Deutschland Obdachlose Betreut sowie einen irakischen Arzt, der seit 21 Jahren in Österreich praktiziert. Wir tauschten erste Kontaktdaten aus um uns in Erbil zu treffen. Der Flug selber war dank der ganzen Umgebung kurzweilig. Mich beschlich das Gefühl, dass die kurdischen Iraker sehr kommunikativ sind und meine Visitenkarten einfach nicht reichen werden.
Der Flug vergeht uninteressant, wie viele Flüge. Der Flughafen ist top modern. Die Leute sind offen und nett.

Erbil International Airport
Siggi Martsch holte uns am Flughafen ab, der wirklich Modern ist. Der Stadt selbst sieht man auf den ersten Blick den Umbruch an. Zwischen zum Teil wenig gepflegten Häusern stehen bunt beleuchtete Luxushotels. In nur zwanzig Jahren wuchs diese schöne Stadt von 250.000 auf 1.3 Millionen Einwohner.

Abholen am Flughafen
Das Hawler Plaza Hotel macht (abgesehen vom Einschussloch überm Eingang) einen sehr guten Eindruck. In Deutschland so 3-4 Sterne und es gibt schnelles, kostenloses WLAN.

Erbil bei Nacht
Dienstag, 27.09.2011
Da nachts vor meinem Zimmer gebaggert wurde hatte ich mir ordentlichen Gehörschutz in die Ohren gehauen. Ich wachte dennoch früh auf, weil ich vergessen hatte die Klimaanlage aus zu machen und ich dabei war zu vertrocknen. Zum Glück hatte ich Lutschtabletten und Wasser da. Da ich auch etwa 4h geschlafen hatte war es eh an der Zeit aufzustehen und das Frühstück zu genießen. Wie Siggi nachher sagte “Die Unterkunft ist gut, Frühstück ist … vorhanden“. Nicht so umfangreich wie hier, aber durchaus ausreichend. Anschließen gab es das Briefing: Wer hat wann welche Auftritte oder Verpflichtungen? Wo gibt es Simkarte und Geldtausch und vor allem: Wo sind wir hier und was ist das für eine Kultur.
Kurdistan ist extrem Fortschrittlich. Man Merkt, dass Religion kein Problem ist, wenn sie nicht von Fundamentalisten dominiert ist und wenn sie vom Staat getrennt ist. Der größte Teil der religiösen Einwohner sind Moslems. In Kurdistan gibt es eine 1/3 Frauenquote für Regierung und Verwaltung die gesetzlich geregelt ist und praktiziert wird. Die großen Banken werden von Frauen geleitet. Die Minderheit von fundamentalen Christen ist gegen Frauen in solchen Jobs und für ein Alkoholverbot. Aber auch diese haben ihre Daseinsberechtigung und sitzen im Parlament. Es gibt Sonderrechte für Minderheiten, so dass die 5% Hürde für sie bei Wahlen nicht gilt.
Zum anderen lernten wir einiges über Saddam. Er hat persönlich etliche Menschen die ihm unlieb waren ermordet und sich gerne dabei filmen lassen. z.B. auch ein Schulmädchen, was dummerweise zur falschen Familie gehörte.
Alles in allem ist die Geschichte des Landen und vokalem die Fortschritte die es macht sehr spannend.

Siggi Martsch erklärt Kurdistan
Danach ging es in die gegenüberliegende Shopping Mall.

Aline probiert Gewänder an
Am Eingang steht ein Metalldetektor und Sicherheitspersonal, aber man kommt ohne Probleme und schnell rein. Nach einem kurzen Mittagessen mit einem Teil der Gruppe lief ich in die Innenstadt um etwas von Erbil zu sehen.

Baustellen in Erbil
In der ganzen Stadt wird viel und umfangreich gebaut. Der Verkehr ist etwas Chaotischer als bei uns, aber nicht viel. Bei der Kleindung merkt man, dass junge Leute auf der Welt zunehmend gleich aussehen und die Unterschiede nur noch ab einer Generation über mir existieren.
Nach knapp 30 Minuten war die Zitadelle zu sehen. Der älteste durchgehend bewohnte Stadtteil der Welt. Schon vor 6.000 Jahren wohnten hier Menschen.

Zitadelle in Erbil
Die Stadt ist voller kleinerer und größerer Läden in denen man von Gebrauchten Wasserohren bis hin zu aktuellen Handies und HD-Camcordern alles bekommt. Zwischendurch gibt es leckeres und frisches Essen zu günstigen Preisen. Es erinnert mich ein bisschen an Teile Shanghais.
Mittendrin steht ein Motoroller mit einem Deutschen KFZ-Kennzeichen.

Motorroller mit deutschem Kennzeichen
Die Stadt ist faszinierend. Leider kann ich mich mit den meisten Leuten nicht gut verständigen. Auch als ih nach zwei Stunden in kleinen Straßen nicht mehr wusste wo ich war fand ich mit englisch und deutsch wenig Hilfe und nahm mir ein Taxi. Dem Fahrer Zeigte ich meine Hotel-Karte, mit der er nicht viel anfangen konnte. Er zeigte immer auf das Foto des Hotels und den Namen da drunter. Es dauerte etwas, bis ich verstand, dass er es nicht lesen konnte. In dem Moment, wo ich ihm den Namen des Hotels (in lateinischen Buchstaben geschrieben) vorlas, fuhr er mich direkt hin. Ich fragte ihn nach der Ankunft was er bekäme. Er erklärte mir halbwegs, ich solle zahlen, was ich für richtig halte. Gut, dass ich mich vorher informiert hatte, was so etwas kosten darf. Somit waren wir beide zufrieden.
Ein Kurde verdient hier ca. 1000US$ im Monat. Keine Steuern, keine Sozialabgaben. Telefon, Internet, Strom und Wasser sind sehr günstig, auch gibt es keine KFZ Steuern. Somit ist das Leben hier relativ günstig und man kann mit dem Einkommen gut leben. Das Land entwickelt sich gut, die Leute bekommen Jobs, es gibt eine breite Mittelschciht und viele Leute die gut verdienen. Neben BMW X1 sieht mana uch mal eine AMG M Klasse und sogar eine ZZR 1100. Dazu muss man bedenken, dass man die Wagen hier nich einfach im Laden bekommt sondern die Beschaffung noch etwas aufwändiger sein kann.

Abendessen in großer Runde
Zum Abendessen ging es in das Erbil Speed Center, eine Kartbahn mit Sports-Bar und sehr gutem Restaurant. Dort entsteht auch das Marriot Erbil sowie 4.000 Wohneinheiten in Mehr- und Einfamilienhäusern sowie einem sehr beeindruckenden Büroturm und weiteren Bürogebäuden. Da fällt einem wieder auf: Nicht das Klischee, das wir von der Gegend im Kopf haben. Das Essenw ar ausgezeichnet und ein mustergültiger Service. Dazu lief das Championsleague Spiel auf dem Beamer. Also alles, wie man es kennt. Auch schön war es beim Essen Leute zu treffen die ich nur aus Erzählungen kannte oder die ich lange nicht gesehen hatte. Im Anschluß an das Essen drehten wir einige Runden mit den Karts, was auf der gut ausgebauten Strecke wirklich spaß macht.

Erbil Speed Center
Da wir zu wenig Sitzplätze bei der Rückfahrt hatten wurden wir auf verscheidene Autos verteilt. Ich fuhr im Pizzataxi mit in dem wir zu den aktuellen Charts mitgröhlen konnten.
Mittwoch, 28.09.2011
Der Tag heute ging früh los. Und wir mussten mir 15 Leuten in einem kleinen Bus (mit 5 Sitzreihen!) fahren. Ein Abenteuer für sich.

15 Mann im Kleinbus
Zunächst gab es zwei spannende Vorträge in der Salahaddin University. Die Uni wird gerade ausgebaut und sieht sehr schick aus. Sie wird von 20.000 Studenten in allen möglichen Fachrichtungen besucht. Studieren ist hier für alle möglich, da man eine Art finanzielle Grundversorgung erhält, sobald man studiert. Und das obwohl es keine Steuern gibt und einen ausgeglichenen Haushalt. Ein Liter benzin kostet ca 50 Cent, eine Schachtel Gauloises 75 Cent.

Zwei spannende Vorträge
Der erste Vortrag behandelte den Genozid Saddams an den Kurden am Beispiel des Barzani Clans. Es ist unglaublich, wie viel Aufwand Saddam betrieb. Die Leute wurden nicht einfach getötet. Zunächst wurden alle Männer zusammen gefercht, man liess sie Teils exekutieren, teils in Kzs sterben. Die Frauen folterte man psychisch und physisch auf alle erdenkliche weise. Man Trieb die Kurden in den Norden, wo sie die Türken aber auch nicht wollten. Ein unglaubliches Leid. Ohne irgend einen Grund. Da gibt es Parallelen zu Nazi-Deutschland.
Was viele Deutsche nicht wissen: Das Equipment für die Sarin-Angriffe stammte teilweise aus Deutschland. Geld stinkt eben nicht. In Deutschland hatte man es schon 1988 mit der Aufklärung nicht eilig. Die Verantwortlichen wurden natürlich in Deutschland zur Verantwortung gezogen und erhielten für diese Beihilfe zum Völkermord Bewährungsstrafen. Es wird sie erschüttert haben.
Der nächste Vortrag behandelte die „displaced children“ nach dem zweiten Weltkrieg. Ein internationales Team, welches ein Vorläufer der UNHCR war versorgte u.a. in einem Kloster Waisen. Sie wurden medizinisch und psychisch behandelt, erhielten genug Essen, eigene und passende Kleidung und ähnliche für uns selbstverständliche Dinge, die Ihnen wieder ins normale Leben verhalfen.
Im Anschluss an diesen spannenden Vormittag aßen wir eine Unmenge traditionelles Essen. Keine hatte mehr Hunger, aber alle aßen weiter bis man uns nach Hause rollen konnte.

Alphörner über Erbil
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es zur Zitadelle, einem der ältesten Gebäude der Welt. Hier spielten die Alphornbläser für die Stadt Erbil. Der Auftritt wurde von Menschentrauben begleitet und dauerte weit über eine Stunde. Ich hatte viel Gelegenheit mich mit den Leuten vor Ort zu unterhalten. Oft sprechen hier Leute englisch oder gar deutsch. Sie sind vor Saddam geflohen und kehren nun zurück. Alles sehr offene und nette Leute. Viele freuen sich darüber, wie sich hier alles entwickelt und dass man als Gast in dieses Land kommt. Auch mit Leuten aus Mossul und Baghdad sprach ich. Diese rieten mir aber davon ab, sie besuchen zu kommen.
Mein Visum lässt eh nur eine eingeschränkte Bewegung zu und ohne ein explizites OK kann ich die Stadt nicht verlassen. Das ist schade weil ich z.B. Babylon oder eine der Nachbarstädte gerne gesehen hätte, aber die Leute vor Ort werden schon wissen was geht und was nicht.
Nach dem Auftritt war besonders Julia von „Fertig, Los!“ sehr gefragt.

Julia ist begehrt
Der Abend endete wieder im Speed Center, wo ich vor dem Essen noch ein Kartrennen mit einem teil der Bläser fuhr. Mein Versuch die Gruppe in der Kurve im Slalom zu überholen endete in einem Flug über den Curb und einer Landung in der Wiese dahinter. Aber ich konnte das Kart fangen, den Überholvorgang abschließen und vor ihnen wieder einscheren. Jedoch wurde ich von der Rennleitung ermahnt.
Mit Siggi Essen zu gehen ist immer spannend. Er hat ein sehr interessantes aber auch wildes Leben. So kann er interessante Geschichten zu Blackwater, zu den 90ern im Irak und zu Saddam erzählen und man hat nie alles gehört.
Beim Essen erreichte mich auch die Nachricht, dass die PKK Räume von RTL in Köln besetzt hält. Im Kurier liest sich das ganze recht harmlos. Kommt vor. Da dachte ich mir wieder: Wie gut, dass ich im Irak bin. In Deutschland wäre es mir gerade doch zu unsicher.
Donnerstag, 29.09.2011
Der Donnerstag begann relativ früh nach fünf Stunden schlaf. Zusagen und Arbeit sind in Erbil immer wieder schwierig. So gab es auch Probleme beim Transportieren der Zelte und Bierzeltgarnituren zum Veranstaltungsort. Helfer sind mit unserer Bläsertruppe immer schnell gefunden, ein passendes Fahrzeug musste noch organisiert werden. Auf dem Weg zum Aufladeort sieht man jede Menge gut gesichertes Gefahrgut.

Sicher verstaute Gasflaschen in Erbil
In der Prallen Sonne begannen wir acht große Zelte und 25 Bierzeltgarnituren zu verladen. Es ist so heiß, dass schon rumstehen anstrengend ist.

Zelte und Bänke verladen
Nach dem Transfer zum Minarettpark musste das ganze natürlich abgeladen und aufgebaut werden. Ich lerne zur Zeit zwei neue Sprachen: Kurdisch und Ällgäuisch, so auch beim Aufbau die Fachterminologie für Quer- und Längsverbaute Zeltstangen. Alles lief mit deutscher Gründlichkeit und Präzision recht schnell. Auch das deutsche Krombacher kam zum Einsatz.

Aufbau der Location
Mein Respekt vor der Aufbauleistung ist relativ hoch. Mehr aber noch davor, dass die Truppe bei 40 Grad und Bier nicht auf der Stelle tot umgefallen ist. Die Tribüne für die normalen und die VIP Gäste standen bereits und die Bands testeten die Bühne und den Sound ausführlich.

Minarettpark in Erbil
Der eigentliche Park ist nebenan und sehr aufwändig und mit viel Liebe zum Details gestaltet. Einzig die Toiletten entsprechen, gelinde gesagt, nicht deutschen Standards.

Sandro und Aline singen
Nachdem die Alphornbläser den Abend unter den Augen des Bildungsministers einleiteten ging es mit einem lokalen Orchester und Sandro Schmalzl (Tenor) sowie der von weiter oben bekannten Aline (Sopranistin) weiter.
Zu diesem Zeitpunkt stand ich jedoch bereits hinter dem Tresen und lernte von Horst das Zapfen. Dort verbrachte ich einen großen Teilt es Abends zwischen Zapfen und Leuten erklären, dass sie kein Bier bekommen wenn sie nicht annähernd das passende Alter haben. Das ganze ist auf Dauer sehr anstrengend, weil eine Diskussion hier so lange dauern kann, bis beide keine Lust mehr drauf haben. Auch wenn inzwischen ein Pulk von jugendlichen um mich rum stand und in allen erdenklichen Sprachen nach Bier fragte, ich aber nicht mehr antwortete, wurden es nicht weniger. Bierausschank ist hier selten, aber nichts neues. Viele Restaurants und Festzelte schenken Bier aus. Man sollte es aber nicht außerhalb dieser Orte trinken um hier nicht negativ aufzufallen. Ich würde meinen es ist vergleichbar mit Koksen in Deutschland. Also halbwegs akzeptiert, aber nichts wirklich öffentliches.
In meinem Fall wurde es Zunehmend anstrengender, bis mir die Polizisten zur Hilfe kamen. Nicht dass man explizit sie gebraucht hätte, aber sie konnten in passendem Ton und Sprache sagen, dass es nichts gibt und blieben den Rest des Abends in der Nähe, was doch sehr half. Es gibt hier überraschend viele Deutsche und Englischsprachige Ausländer, die alle gerne eine Maas mit nahmen.

Fertig, Los! Im Minarettpark
Das Konzert von “Fertig, Los!” verpasste ich komplett, hörte es aber einigermassen. Als es schon lange dunkel und das Bier leer war endete das Fest. Auch er Abbau war wie Arbeit. Nur, dass die Alphornbläser aus unklaren gründen müde, aber sehr unterhaltsam waren, aber nichtmehr recht arbeitsfähig. Wie immer gaben Sie dem Fahrer im Allgäuer Dialekt Anweisungen die auch mehr oder minder funktionieren. Zumindest kommen wir immer dort an, wo wir hin wollen.
Ich räumte noch den Rest mit weg und viel gegen 2 Uhr total platt ins Bett. Es erwarteten mich gute vier Stunden schlaf und ein anstrengender Tag.
Freitag, 30.09.2011
Der Tag begann viel zu früh und halb tot trollte ich mich in den Bus. Wie hatten eine lange aber eindrucksvolle Tour vor uns. Es ging endlich ins “Wilde Kurdistan” wie manne s sich bei Karl May vorstellt. Vorbei an großen Gebirgen durch tiefe Canyons und an einer unglaublich schönen Gegend vorbei bis kurz vor der iranischen Grenze.

Unbegleitete Ziegen haben Vorrang

Mehrspuriges überholen

Kurdistans berühmtester Wasserfall

Saddams alte Abhöranlage Richtung Iran

Tiefe Schluchten

Besser, als der grand canyon
Nach 12 Stunden auf der Strecke und zwei Tagen Blog nach schreiben werde ich die Badewanne einweihen und mich auf den morgigen Tag freuen.
Samstag, 01.10.2011
Heute war also mein großer Tag. In den Räumen des Deutsch-Kurdischen Kulturzentrums hielt ich meinen Vortrag über die Entwicklung Deutschlands seit dem 2. Weltkrieg. Über die verworrene Situation eines Täter-Volkes, über die Trennung, Hoffnungen, Ängste und den Mauerfall bis hin zur Wiedervereinigung. Siggi konnte noch das eine oder andere interessante ergänzen und stellte im Anschluss seine Tätigkeiten vor. Die sind oft von ziemlich traurigen Bilder geprägt. Man kann sich kaum vorstellen, was für ein Gefühl das sein muss, wenn man zu einem Dorf fährt um es zu unterstützen und auf dem weg die Türkischen Kampfjets über einen herschießen. Das Dorf war weggebombt bis er da war, nur ein vermeintlicher Blindgänger war liegen geblieben. Dies war aber eine Splitterbombe mit Zeitzünder, welche die Rettungskräfte töten sollten. In was für einer perfiden Welt leben wir eigentlich, dass man mit so etwas Geld verdienen und Politik machen kann? Das ist auch kein Problem der “anderen”. Deutschland gehört zu den größten Waffenherstellern der Welt und ist sehr gut im optimieren der Kostenstrukturen damit man pro toten nicht zu viele Euro zahlt.
Alles, was er hier tat ist spannend und gefährlich gewesen. Er überlebte sechs Anschläge und Saddam hatte mehrfach 1 Million Kopfgeld “dead or alive” auf ihn ausgesetzt. Dennoch wurde er nicht Müde für dieses Land einzustehen.

Ein Anfal überlebender berichtet
Im Anschluß fuhren wir in die Wüste raus zu überlebenden des Anfal. Anfal ist eine Saddam-Operation von 1988 bis 1989 bei der es Darum ging Kurden und Sunniten im Irak organisiert zu internieren und auszulöschen. Jörg, der mitgereiste Journalist, filmte mit viel Körpereinsatz eine Menge des Dorfes und der Leute dort. Von dem KZ, welches dort stand, war nichts mehr zu sehen. Aber ein Zeitzeuge schilderte, was er erlebte und zeigte im jetzigen Dorf die Stellen. Alle “Männer” wurden verschleppt. Männer waren alle männlichen Kurden zwischen 10 und 90 Jahren. Tausende kamen um, wurden verstümmelt oder psychisch gefoltert. Ein ganz dunkeles Kapitel der Geschichte des Landes und gerade mal so lange her, wie der Mauerfall.

Ziegen jagen in der Wüste
Auf dem Rückweg kamen wir vorbei an großen Parkplätzen, die voller Nissan Fahrzeugen standen. Hunderte müssen es gewesen sein. Dieser Parkplatz wird wöchentlich geleert und ins Land verteilt. Daneben ein etwas kleinerer Parkplatz von Caterpillar und einer für gebrauchte LKW. Der bedarf muss enorm sein.

LKW Handel
Ohne Mittagessen ging es in die Deutsche Schule in Erbil. Hier sangen Alice und Sandro Schmalzl und die Alphornbläser spielten einige Lieder. Der Bildungsminister und der Generalkonsul waren da, dazu viele Eltern und ihre Kinder.

Alphörner vor der deutschen Schule in Erbil

Deutsche Schule in Erbil
Danach gab es endlich Essen. Da ich seit etwa 10 Stunden nichts hatte war dies ein sehr wichtiger Punkt. Im Martina saßen wir an einer langen Tafel und speisten vorzüglich. Siggi gab ein TV Interview und wurde zu recht als “Interview Profi” tituliert. Antworten auf die gängigen Irak und Kurdistanfragen kann er im Schlaf auf mehreren Sprachen runterbeten.
Ich saß derweil mit Jörg, einem Landtagsabgeordneten und zwei Kurden zusammen. Einer von Ihnen war UN Mitarbeiter, der die ganze Welt gesehen hatte, ausgezeichnet englisch Sprach und die unglaubliche Langsamkeit fast aller großen Organisationen im Krisenfall bemängelte. Er war auch in Ruanda gewesen aber erst, nachdem ich schon weg war. Das Gespräch war sehr interessant, da er viele der Details der ganzen Kriesengeschichten der Welt kannte und mir viel über die Situation in Kurdistan und im Irak seit Saddam bis heute erzählen konnte. Doch auch dieser Tag musste irgendwann zünde gehen. Wie jeden Tag viel ich halbtot ins Bett.
Sonntag, 02.10.2011
Am morgen ging es wieder in die Universität. Diesmal fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Föderalismus statt. Welche Chancen bietet dieser dem Irak und Kurdistan? Die Positionen waren gut, die Vorträge interessant und unterhaltsam und ich lernte einen weiteren Minister des Landes kennen. Das Irakische Fernsehen war anwesend und filmte die gesamte Veranstaltung. Am Ende war der Tenor in etwa: Föderalismus ist gut, aber alle müssen etwas für tun und es wird eben eine Zeit dauern, bis alles funktioniert.

Podiumsdiskussion
Von dort aus ging es zum Basar am Fuße der Zitadelle. Ich probierte mich durch den einen oder anderen Stand und liess mich viel mit Kurden fotografieren, welche das gerne tun. Hier haben die laden oft Wlan-Telefone, weil die Verbindung per Kabel kaum gegeben ist.

Ein Bazar Händler

Kabelsalat
So muss man für ein Gebäude oder einen Bazar nur ein paar Wlan-Accespoints verteilen und ein Telefon in die Steckdose packen. Später ging es auf die Zitadelle. Diese ist das am längsten durchgehend bewohnte Gebäude der Welt mit nunmehr über 6.000 Jahren. Hier trafen wir auf Kurden, die in Hamburg leben und die einer Freundin ihr schönes Land zeigten.

Deutsche Touristen
Am Abend gab es ein sehr gutes Konzert im Garten der St. Josephs Kirche in Ainkawa. Es war warm, viele Kinder da, die Musik war gut. Sehr schön. Ich traf dort ein junges Paar. Sie war Spanierin und Christin, er Kurde und Moslem. Beide lernten sich in England kennen und heirateten. Sie haben damit kein Problem, ihre Familien auch nicht.
Danach ging es zu einem Abendessen, das nur aus Vorspeise und Nachtisch bestand.

Abendessen!
Nicht aus Geiz, sondern weil es so viel war dass man es kaum essen konnte. Der große Tisch war etwa zwei mal komplett gefüllt nur mit Vorspeisen. Das Obst zum Nachtisch konnte man kaum noch rein stopfen. Wie immer konnte man von Siggi viele interessante Geschichten aus seinem vielfältigen Leben hören.
Was habe ich nur für Freunde?
Als ich nach hause kam wollte ich es kaum glauben. Ich schreibe viel bei Facebook, von dem, was ich hier tue. Nun kamen einige sehr traurige Kommentare darauf. Leute, die ich meine Freunde nannte, mit denen ich Studiert habe oder in der Schule war, die für mich leckere Sachen gekocht haben. Juristen, BWLer, studierte Leute, die eine gewisse Grundbildung haben sollten, aber scheinbar den falschen Nationalstolz. Sie schreiben mir, dass ich mit Terroristen Sympathisieren würde, dass ich mich mal informieren soll, was für einen Scheiß ich schreibe und ähnliches. Es ist ein völlig blinder Hass den Kurden gegenüber. Ohne Argumente, ohne echte Aussage. Es klingt genau so wie die Nazi-Aussagen gegenüber den Juden. Die einfache frage, warum sie die Kurden hassen können sie nicht mal beantworten. Sie überschlagen sich in Worten wie “Terroristen, Mörder, kriminelle” – aber einen Grund liefern sie nicht. Ich finde das wirklich erschreckend. Ich habe aber auch keine Lust auf so einem Niveau weiter Kontakt zu halten, da eine Auseinandersetzung mit dem Problem gar nicht gewünscht ist. Wie kann so was heute noch sein? Ich verstehe es nicht.
Montag, 03.10.2011
Heute war der Tag der großen Abreise: Die Alphornbläser, Fertig Los, Sandro Schmalzl und Aline verließen uns samt Kamerateam. Aber vorher hatten wir noch einen schönen Abend im Generalkonsulat.

Abschied nehmen am Airport Erbil
Mit der großen Holzkiste voller Alphörner beladen ging es durch die drei Sicherheitschecks. Ich denke wir werden uns in Deutschland noch mal sehen. Ich bleibe noch, gerade beim Anblick dieser Skyline!

Skyline von Erbil
Dienstag, 04.10.2011
Mein erster Tag alleine im wilden Kurdistan. Und der erste Abend an den ich etwas Zeit habe die vergangene Woche Revue passieren zu lassen. Es kommt mir vor, als wäre ich einen Monat hier. Ich habe so viele Leute kennen gelernt, so viel gesehen und so viel erlebt. Diese Woche hat mir mehr gebracht, als viele Jahre meines Lebens davor. Ich war lange nicht mehr in einem wirklich anderen Kulturkreis und habe mich lange nicht mehr mit so grundlegenden Fragen des Lebens an sich befasst.
Hier steht ein Staat am (neu)Anfang seiner Geschichte. Ein reiches Land mit Starken Menschen, die so viel erleiden mussten und sich doch nicht rächen. Sie sehen in die Zukunft und in 10-20 Jahren ist man hier auf Augenhöhe mit Europa.
In den Gesprächen erfuhr ich viel über die letzten Jahre hier. Dass Saddam hier Krieg führte ist so lange her, wie der Mauerfall. Die Peschmerga saßen in den Bergen, die Städte waren zerstört. Und vorhin fuhr ich am Internationalen Flughafen und am Porsche Autohaus vorbei. Verrückt. Vor einigen Jahren gab es hier Strom aus einem Ölkraftwerk für 2 Cent pro kw/h und für eine 20A Leitung zahlte man ca. 400 Dollar. 20A bei 220V Reichen für eine Herdplatte, eine paar Glühbirnen und das Radio, vielleicht etwas mehr, aber große Sprünge sind nicht drin. Inzwischen kamen Wasserkraftwerke und Strom aus dem Ausland dazu. Und die kw/h kostet über 30 cent. Das ist die andere Seite der Medaille. Es wird immer besser, aber eben auch immer Teurer. Die Ausländischen Firmen kommen her, die einheimischen Wachsen.
In den Fotos sieht man andauernd die großen Baustellen im Hintergrund. Allein in dieser Stadt werden gerade Wohnungen und Häuser für zehntausende gebaut. Es gibt Luxushotels und gute Restaurants, dafür sollte man auf dem Bazar nichts essen, was mit Wasser gewaschen wurde. Dieses hat nicht die beste Qualität. Diese Gegensätze, die hier noch herrschen machen es so interessant. Ich kann nur jedem Empfehlen hierher zu kommen und das Land welches als “Mesopotamien” romantische Bilder im Kopf erzeugt anzusehen.
Am Abend kam auch Verena an, welche ich im Laufe der Woche überzeugen konnte sich dieses schöne Land auch anzusehen.
Donnerstag, 06.10.2011
Wie ich schon häufiger schrieb gibt es in Erbil unglaublich viele Bauprojekte. Eines davon ist das Empire, zu dem das Erbil Speed Center gehört. Neben dem Speedcenter entstehen hier diverse Villen, ein riesiger Businestower sowie ein Marriot. Im Speed Center gibt es ein Modell davon. Und von dieser Projektgröße gibt es hier einige.

Empire in Erbil
Heute besuchten wir das Assyrische Museum in Erbil. Die Assyrer sind größtenteils Christen, in einer sonst muslimischen Umgebung. Im Stadtteil Ainkawa, in dem ich gerade wohne, gibt es viele Christen und somit auch viele Kirchen. Etwas ungewohnt für mich, gerade weil sie nicht wie Kirchen bei uns aussehen. Das hier gezeigte Foto fand ich bei Cominganarchy.

St. Josephs Church Erbil
Das Museum ist kostenlos, auch in englisch beschriftet und sehr gut. Die Aufmachung ist sehr einfach, aber die Exponate sehr interessant. Es gibt kurze, gute Texte. Neben der Kleidung der verschiedenen Clans sieht man Werkzeuge, Schriftstücke, Webstühle kann Lebensläufe lesen und vieles mehr. Es fiel auf, dass viele der hervorgehobenen Persönlichkeiten viele Sprachen (auch Europäische) beherrschten. Einer von ihnen übersetzte gar Shakespeare.

Assyrisches Museum Erbil
Zu guter letzt ging es zum Shoppen in die Majidi Mall. Die Mall ist so groß, wie die bei uns bekannten großen. Es gibt viele Kleidungs- und Technikläden und das obligatorische “keine Schusswaffen”-Schild am Eingang. Auch hier trafen wir wieder Deutschsprachige Kurden. Die Dialoge sind zum Teil sehr lustig, wenn der Kurde, der seit 4 Monaten (wieder) hier ist Horst in seinem Land willkommen heisst. Horst wohnt aber seit 8 Jahren hier und kennt die Stadt im Moment vermutlich besser. Auch ein Ladenbesitzer sprach umfangreich mit uns. Immer wieder schön, wie offen die Leute hier sind.

VW Bus in der Majidi Mall
Vor ein paar Tagen hat Google die Karten von Google Maps umfangreich aktualisiert. Endlich gibt es ordentliche Karten von Erbil. Bisher waren hier nur ein paar Straßen verzeichnet. Aber auch jetzt kann man davon ausgehen, dass die Stadt schneller wächst als google Straßen eintragen kann.

Erbil bei Google Maps
Freitag, 07.10.2011
Heute ist Wochenende, zumindest in Kurdistan. Ich habe also meinen Tag in Bildern dokumentiert. Da sich die Stadt, wie oft erwähnt, so schnell wandelt habe ich ein dilettantisches Panorama von der Zitadelle aus nach Norden und Süden gebaut.

Schilderwald

Zwei Blackhawks über Erbil

Motoboot fahren im Park

Ein großer Spielplatz
Resume

Kurdistan nahe Dokan
Nach zwei Wochen in diesem Land hat sich mein Eindruck von dieser Region gedreht. Es ist eine der reichsten Gegenden der Welt, die ich je gesehen habe. Im Prinzip ist das Leben hier günstig, der Staat kümmert sich um unglaubliche Dinge, die Arbeitsbedingungen sind super und alle wirkliche Arbeit wird von Ausländern gemacht, weil man sich das einfach mal leisten kann.
Die Leute sind so nett und offen. Häufig kann man auf deutsch mit Rückkehrern reden oder mit den ausländishcen Arbeitern auf Englisch. Ich muss dringen kurdisch lernen.
Die Landschaft ist oft noch unangetastet schön, die Städte boomen.
Ich werde Bald wieder kommen um zu sehen, wie es hier weiter geht und um das “wilde Kurdistan” auch mit dem Motorrad zu erkunden. Die Warnungen des Auswärtigen Amtes im Bezug auf diese Region kann man komplett ignorieren. Man kann nicht nur “In Betracht” ziehen ohne Sicherheitsdienst hier zu reisen, man kann es eher ausser Betracht lassen darüber auch nur nachzudenken. Auch in der ganzen Region hier gab es nicht die geringsten Probleme mit Sicherheit. Die größte Gefahr ging vom Straßenverkehr aus. Davor warnt das Amt leider nicht.
Fotos
Meine Kurdistanfotos Teil1,Teil 2
Links
Wielands Reisebericht 2006


